Unsere Helden

Jede Familie hat ihre Helden. Die einen haben Batman, Superman oder Wonder Woman. Wir haben meine Eltern, unsere Hundenanny und meine Schwester. Was diese Menschen verbindet? Sie helfen, ohne dass man jedes Mal einen 14-seitigen Antrag stellen, drei Formulare ausfüllen und eine PowerPoint-Präsentation über den aktuellen Familiennotstand, einreichen muss. 

Sie sind da. Sie springen ein. Sie hören zu. Sie übernehmen. Sie halten uns manchmal schlicht den Rücken frei. Und das ist unbezahlbar. Denn hinter jeder Familie, die irgendwie funktioniert, stehen oft Menschen, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Menschen, die da sind, wenn der Alltag mal wieder völlig aus dem Ruder läuft – die Kinder betreuen, den Hund ausführen, Termine retten oder einfach sagen: „Du machst jetzt gar nichts. Ich übernehme das.“

 

Die heimlichen Helden der Villa Wahnsinn

Hinter jeder Villa Wahnsinn braucht es Menschen, die im Notfall nicht gleich die Koffer packen und auswandern. Bei uns sind das meine Eltern. Unsere Engel. Unser Ein und Alles. Sie sind diejenigen, die einspringen, wenn bei uns mal wieder fünf Dinge gleichzeitig brennen – natürlich meistens bildlich, manchmal gefühlt aber auch tatsächlich. Wenn ein Termin den nächsten jagt, jemand dringend irgendwohin muss, der Hund Betreuung braucht oder wir Eltern gerade ungefähr so aussehen, als hätten wir seit drei Tagen keinen Kaffee mehr bekommen, sind sie da. Meine Eltern helfen nicht nur. Sie retten. Und zwar regelmässig unseren Familienalltag vor dem kompletten Kontrollverlust. Sie sind Zuhörer, Chauffeure, Babysitter, Problemlöser, Seelentröster und manchmal vermutlich auch heimlich unser persönlicher Krisenstab. Und das Schönste daran: Sie machen es einfach. Ohne grosses Tamtam, ohne „Das haben wir doch schon tausendmal gemacht“ und ohne uns daran zu erinnern, dass wir eigentlich erwachsene Menschen sind, die ihr Leben selbst im Griff haben sollten. Denn seien wir ehrlich: Mit vier Kindern, Hund, Arbeit, Terminen, Therapien, Schule und dem ganz normalen Wahnsinn der Villa Wahnsinn kann man Unterstützung nicht hoch genug einschätzen.

Meine Eltern sind für uns ein sicherer Hafen. Menschen, bei denen wir wissen: Wenn wirklich gar nichts mehr geht, können wir kommen. Wenn wir lachen wollen, lachen sie mit. Wenn wir jammern müssen, hören sie zu. Und wenn wir völlig am Anschlag sind, kommt meistens genau das, was wir brauchen: Hilfe, Verständnis und manchmal einfach ein herzliches „Komm, wir machen das schon.“

Sie sind nicht nur Grossmami & Grossdädi, Sie sind unsere Engel ohne Flügel, dafür mit ziemlich viel Geduld.

Wir könnten wahrscheinlich keinen einzigen dieser Villa-Wahnsinn-Tage so meistern, wie wir es tun, wenn wir nicht wüssten, dass unsere Engel hinter uns stehen.

Dankä Mami und Dädi
Für eure Zeit. Für eure Hilfe. Für eure Geduld. Für euer offenes Ohr. Für eure Liebe. Und dafür, dass ihr uns immer wieder auffangt, wenn unser Familienzirkus gerade mehr nach „Achterbahn ohne Sicherheitsbügel“ als nach geregeltem Alltag aussieht.

Ihr seid unser Ein und Alles. 

Offiziell für Lino zuständig, inoffiziell für die ganze Villa Wahnsinn

Eigentlich haben wir eine Hundenanny. Also theoretisch. Offiziell ist ihr Auftrag: Lino hüten.
Inoffiziell hat sie irgendwann beschlossen, gleich noch den Rest der Villa Wahnsinn mit zu übernehmen. Und ganz ehrlich: Wir lassen sie. Eigentlich haben wir eine Hundenanny. Also theoretisch. Offiziell ist ihr Auftrag: Lino hüten. Denn unsere Hundenanny kann nicht nur unseren weissen Schäferhund-Mix bändigen – sie kann uns alle händeln. Und das ist bei vier Kindern, zwei Erwachsenen, einem Hund und unserem ganz normalen Familienwahnsinn definitiv eine Qualifikation, die auf jedem Lebenslauf ganz oben stehen müsste.

Sie ist eine dieser seltenen Menschen, bei denen man sofort merkt: Hier darf man einfach sein.
Sie hört zu, tröstet, hilft, denkt mit und packt dort an, wo gerade Hilfe gebraucht wird. Und zwar ohne grosses Aufheben. Wenn irgendwo ein Chaos ausbricht, ist sie nicht diejenige, die danebensteht und fragt: „Wie konnte das passieren?“ – sie krempelt einfach die Ärmel hoch. Für uns ist sie längst viel mehr als eine Hundenanny. Sie ist Vertrauensperson, Zuhörerin, Trösterin, Helferin und manchmal wahrscheinlich auch ein kleines bisschen Familien-Therapeutin – natürlich völlig ohne Honorar und vermutlich mit deutlich zu viel Einblick in unseren Wahnsinn. 

Sie kennt unsere Familie, kennt unsere Kinder, kennt Lino und weiss mittlerweile wahrscheinlich auch ganz genau, wann bei uns gerade „alles easy“ ist und wann man besser erstmal einen Kaffee hinstellt und keine Fragen stellt. Und genau das macht sie so wertvoll.

Sie ist ein unendlich lieber Mensch, auf den wir uns verlassen können. Jemand, bei dem wir wissen: Wenn es schwierig wird, ist sie da. Wenn jemand traurig ist, tröstet sie. Wenn wir Hilfe brauchen, hilft sie. Und wenn wir selbst gerade nicht wissen, wo oben und unten ist, bringt sie irgendwie wieder ein bisschen Ordnung in unseren ganz persönlichen Villa-Wahnsinn.

Lino liebt sie sowieso.
Die Kinder lieben sie.
Wir lieben sie.

Wir sind einfach unglaublich dankbar, dass es sie gibt. Denn manchmal braucht man im Leben nicht noch mehr Ratgeber, Checklisten oder Menschen, die einem erklären, wie man alles besser machen könnte. Man braucht einfach jemanden, der kommt, bleibt, zuhört, mitträgt und sagt: „Wir schaffen das.“ Und genau so jemand ist sie für uns. 

Danke, dass du nicht nur auf Lino aufpasst, sondern irgendwie auf uns alle. Du bist ein ganz besonderer Mensch in unserer Villa Wahnsinn – und aus unserem Leben definitiv nicht mehr wegzudenken. 

Meine Schwester & ihr Freund

Und dann gibt es da noch meine Schwester. Meine Schwester, meine Vertraute, meine Verbündete und einer dieser Menschen, bei denen man einfach weiss: Egal was kommt, wir gehören zusammen.

Wir haben eine ganz besondere Beziehung. Wir können miteinander lachen, über den grössten Blödsinn diskutieren, uns gegenseitig zuhören und auch einfach mal zusammen schweigen. Wir müssen nicht immer einer Meinung sein, aber am Ende wissen wir beide: Wir sind füreinander da.

Und dann ist da noch ihr Freund. Wir haben wir ihn so sehr ins Herz geschlossen, dass er auch uns nicht so schnell los wird. Er gehört für uns einfach dazu. Und wir freuen uns unglaublich, dass meine Schwester einen Menschen an ihrer Seite hat, mit dem sie glücklich ist und bei dem wir genauso das Gefühl haben: Der passt zu uns.

Aber meine Schwester hat mir nicht nur einen tollen Menschen an ihrer Seite beschert, sondern auch einen ganz besonderen Schubs in Richtung Mut gegeben. Sie hat ihren Blog über ihre Weltreise gestartet. Sie hat einfach gemacht. Geschrieben, erzählt, Erlebnisse geteilt und Menschen mit auf ihre Reise genommen. Und ich sass irgendwann da und dachte: Warum eigentlich nicht ich? Denn geschrieben habe ich schon seit mehreren Jahren. Texte, Gedanken, Erlebnisse – eigentlich alles, immer auf diese Art und Weise, dass man beim lesen schmunzeln musste. Aber veröffentlicht? Niemals. Mein innerer Kritiker hatte nämlich offenbar eine unbefristete Vollzeitstelle.

Und dann kam meine Schwester mit ihrem Blog und hat mir – ohne es wahrscheinlich überhaupt zu beabsichtigen – gezeigt: Man darf es einfach machen. Man muss kein Profi sein. Man muss nicht perfekt schreiben. Man muss nicht jedem gefallen. Man darf einfach seine Geschichten teilen.

irgendwann dachte ich: Dann mache ich das jetzt auch. Und dafür braucht es manchmal genau so einen Menschen wie meine Schwester. Danke, Schwesterherz.