Wann ist ein Hund eigentlich zu sehr verwöhnt? 🐾
Unser Schäferhund-Mix Lino lebt bei uns definitiv nicht im Hunde-Elend. Im Gegenteil. Er bekommt Liebe, Streicheleinheiten, Leckerlis, ein gemütliches Plätzchen und vermutlich mehr Fotos als so mancher Influencer. Aber irgendwann stellt sich die grosse philosophische Frage des Familienlebens:
Ab wann ist ein Hund eigentlich zu sehr verhätschelt?Wenn er auf dem Sofa liegt?
Wenn er ein eigenes Kissen hat?
Wenn er beim Essen ganz zufällig neben dem Tisch sitzt und mit diesem Blick sagt: „Ich habe seit drei Tagen nichts gegessen. Es ist wirklich tragisch.“
Oder wenn man sich dabei ertappt, dass man mit dem Hund diskutiert und anschliessend tatsächlich auf seine Meinung eingeht?
Wir haben gelernt: Verwöhnt zu sein und geliebt zu werden sind zwei völlig verschiedene Dinge.
Ein Hund braucht nämlich nicht ständig Luxus, neue Spielsachen oder fünf verschiedene Sorten Leckerlis - ja ich weiss, diese Notiz geht vorallem an mich. Was er wirklich braucht, ist viel weniger spektakulär – und gleichzeitig viel wichtiger.
Was braucht ein Hund wirklich?
🐾 Sicherheit
Ein Hund möchte wissen, wo sein Platz ist, wer zu seinem Rudel gehört und dass er sich auf seine Menschen verlassen kann.
🐾 Zeit und Aufmerksamkeit
Nicht rund um die Uhr bespasst werden, sondern gemeinsame Zeit. Spaziergänge, Schnüffeln, Spielen, Training oder einfach gemeinsam irgendwo herumliegen.
🐾 Klare Grenzen
Liebe bedeutet nicht, jedem Hundewunsch nachzugeben. Ein Hund darf auch einmal hören: „Nein, Lino, der Karton ist kein Snack.“ Auch wenn er uns dabei anschaut, als hätten wir gerade sein ganzes Leben zerstört.
🐾 Auslastung
Ein Schäferhund-Mix möchte schliesslich nicht nur dekorativ im Wohnzimmer herumliegen. Nase, Kopf und Körper wollen beschäftigt werden. Ein müder Hund ist schliesslich ein glücklicher Hund – und manchmal auch ein deutlich ruhigerer Hund. 😜
🐾 Ruhe
Auch das gehört dazu. Ein Hund muss nicht ständig Action haben. Schlafen, dösen und einfach einmal nichts tun ist mindestens genauso wichtig.
🐾 Liebe und Vertrauen
Und davon darf es ruhig reichlich geben. Streicheln, kuscheln, reden, gemeinsam lachen – ja, auch wenn der Hund vermutlich nicht versteht, warum wir ihm gerade zum hundertsten Mal erzählen, was heute im Familienchaos passiert ist.
Unser Lino ist aber vorallen:
unser Familienmitglied auf vier Pfoten.